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Wenn man die gesamte Haut des menschlichen Körpers abziehen und flach auslegen würde, könnte man damit eine Fläche von knapp zwei Quadratmetern auslegen, was die Haut zum größten Organ unseres Körpers macht.
Die wichtigste Funktion der Haut besteht darin, den Körper zusammenzuhalten. Daneben bildet sie eine wichtige Schutzbarriere, die dabei hilft, Wasser und Nährstoffe dort im Körper aufzubewahren, wo sie benötigt werden. Weiterhin hält die Haut unerwünschte Elemente wie schädliche Bakterien und Giftstoffe vom Inneren des Körpers fern.
Die menschliche Haut setzt sich aus zwei Schichten zusammen: Die äußere Hautschicht wird als Oberhaut oder medizinisch Epidermis bezeichnet. Direkt darunter befindet sich die Lederhaut, die auch mit dem Begriff Dermis gekennzeichnet wird.
Die gesunden Hautzellen befinden sich am unteren Rand der Oberhaut, etwa knapp einen Zentimeter unter der Oberfläche, wo sie sich gut geschützt vermehren. In der Zeit, wo die Hautzellen reifen, produzieren sie eine faserige wasserabweisende Substanz, die als Keratin bezeichnet wird. Keratin dient dem Körper als wichtige Basis für die Herstellung von Nägeln und Haaren. Bei anderen Tieren dient Keratin außerdem zum Aufbau von anderen Bestandteilen des Körpers wie Hufe, Hörner, Schalen, Schnäbel, Schuppen oder Krallen.
Durch die Produktion neuer Hautzellen, werden ältere Hautzellen vom unteren Rand der Oberhaut in Richtung Hautoberfläche verschoben. Diese Verschiebung der alten Hautzellen erstreckt sich über einen Zeitraum von einigen Wochen bis hin zu einem Monat. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist und eine Hautzelle die Oberfläche der Haut erreicht, handelt es sich bei ihr nur noch um eine abgestorbene, schuppenförmige Struktur, die mit Keratin gefüllt ist und keinen Bestandteil der üblichen zellulären Maschinerie darstellt.
An der Außenseite der Haut hält jede Zelle circa 30 Tage durch, woraus sich ableiten lässt, dass sich die Haut des menschlichen Körpers in jedem Monat komplett erneuert.
Die Oberhaut ist an den meisten Körperstellen kaum dicker als die Seite eines Buches. Ausnahmen hiervon bilden die Handflächen und die Fußsohlen, die von einer wesentlich dickeren Hautschicht bedeckt sind, damit sie sich nicht so stark abnutzen.
Die Lederhaut verleiht der Haut Form und sorgt mit einem starken Bindegewebe für Unterstützung. Dieses Bindegewebe besteht aus kräftigen Fasern aus Kollagen und Elastin. Die besondere Dehnbarkeit und Robustheit der Haut ist diesen Fasern zu verdanken. Während der ersten Hälfte des Lebens tragen diese Fasern außerdem Sorge dafür, dass die Haut unter Spannung und faltenfrei bleibt. Anschließend beginnen sich die Fasern zu lockern und aufzulösen, weshalb mit zunehmendem Alter die Hautspannung nachlässt und es zur Faltenbildung kommt.
Unter der Lederhaut befindet sich eine Gewebsschicht, die zwar als Unterhaut (auch: Hypodermis) bezeichnet wird, aber kein Bestandteil der Haut als solches ist. Die Unterhaut dient als Verbindungsglied zwischen Haut und Körper. Außerdem ist die Unterhaut die Heimat der "ungeliebten Fettpolster".
Die Lederhaut ist nicht wie die Oberhaut einem ständigen Prozess aus Absterben und Neuaufbau unterworfen, sondern bleibt ein Leben lang erhalten. Die Nährstoffversorgung der Lederhaut wird durch ein dichtes Geflecht aus Blutgefäßen sichergestellt.
In der Lederhaut befinden sich Tausende Nervenenden, die Reaktionen auf verschiedene Empfindungen (Kälte, Hitze, Schmerz, Druck) zeigen. Weiterhin ist die Lederhaut Sitz von Fettdrüsen, Schweißdrüsen und Haarfollikeln. |
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