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Schulmedizin
Bei der Schulmedizin handelt es sich um jene Medizin, welche auf der Grundlage der Naturwissenschaft an Universitäten und Medizinischen Hochschulen gelehrt und entwickelt wird. Daher stammt auch der Begriff "Universitätsmedizin".  Heilkundliche Lehren und Praktiken, die nicht auf den Lehrkanon der akademischen Medizin basieren, zählen zur Alternativmedizin.

Woher stammt nun der Begriff "Schulmedizin"? Im Allgemeinen wird der Begriff von der historischen neutralen Bezeichnung  für medizinische Ausbildungsstätten abgeleitet. Schon vor Jahrhunderten fand dieser Ausdruck Verwendung, oft auch im Zusammenhang negativer Bedeutungen. So klagte bereits im 16. Jahrhundert Paracelsus mit Thesen wie: "Eine große Schande ist es doch, dass die hohen Schulen solche Ärzte machen, die es nur dem Scheine nach sind." Der Begriff Schulmedizin stammt offensichtlich von einem homöopathischen Arzt, der diesen im Jahre 1875 erstmalig verwendete. Allerdings haben die vergangenen Bedeutungen des Begriffes, welcher teils negativ belastet ist, gänzlich wenig mit der heutigen Hochschulmedizin gemein.

Die Schulmedizin ist, im Gegensatz zur alternativen Medizin, in ihrer Wirksamkeit wissenschaftlich erwiesen. Dies schließt sowohl die Wirkung bestimmter Verfahren und Medikamente mit ein, als auch dessen Risiken und Nebenwirkungen, vor welchen der Verbraucher gewarnt werden muss. In der Nicht-Schulmedizin, sprich Alternativmedizin, ist die Wirkung schwer oder gar nicht vorhersehbar. Allerdings schwören viele Menschen auf alternative Heilmethoden, wie die Homöopathie. Insbesondere diejenigen, die von der Schulmedizin keine Hilfe erfahren haben, kehren dieser den Rücken zu und setzen all ihre Hoffnung in die Alternativmedizin. Besonders die Nebenwirkungen der Medikamente aus der Schulmedizin sind meist nicht unerheblich.

Da die Wirkung alternativer Heilmethoden, wie Akupunktur oder heilpraktischer Verfahren, nicht kalkulierbar ist, werden die Kosten dafür von den Krankenkassen meist nicht übernommen. Medikamente und Verfahren, dessen Wirkung wissenschaftlich erwiesen ist, sind aus Sicht der Krankenkassen verkaufsfähig und werden, bis auf manche Ausnahmen, bezahlt.

Natürlich spielen nicht nur wissenschaftliche Belege, sondern auch andere Belange eine Rolle für die Wirksamkeit schulmedizinischer Behandlungen. Nicht umsonst wird gesagt, dass der Glaube an etwas, bekanntlich Berge versetzt. Dies beweist immer wieder, dass es nicht für alles auf der Welt eine wissenschaftliche Erklärung gibt.

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