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Kataplexie

Die akute, reversible Erschlaffung der Muskulatur bezeichnet man in der Fachsprache als Kataplexie. Sie bildet den Gegenpart zur Katalepsie. Zum ersten Mal wurde sie im Jahr 1902 vom deutschen Mediziner Leopold Leuwenfeld beschrieben. Der Verlust des Muskeltonus kann sowohl einzelne Muskelgruppen als auch die gesamte Skelettmuskulatur betreffen. Der Betroffene ist bei dieser anfallsartigen Erscheinung bei Bewusstsein, hat jedoch keine Kontrolle über die betroffene Muskulatur. Fast immer betroffen ist die Gesichtsmuskulatur. Die Atemmuskulatur und die Muskulatur des Schlundes bleiben davon hingegen immer verschont, sodass eine Kataplexie nicht lebensgefährlich ist. Gesundheitliche Folgen kann sie aber durch Folgeverletzungen nach sich ziehen, etwa bei einem Sturz, einem Autounfall oder ähnlichem. Als Ursache gelten plötzliche Reize wie Lachen, Husten oder auch ein Schreck. Die Kataplexie ist eines der vier Hauptsymptome der Narkolepsie.

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