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Ikterus

Als Ikterus bezeichnet der Fachmann eine im Volksmund „Gelbsucht“ genannte Erscheinung. Beim Ikterus findet eine Stoffwechsel- oder Ausscheidungsstörung des Bilirubins statt. Die Einlagerung des Stoffes in der Haut, Schleimhaut und insbesondere in der Sklera verfärbt diese gelblich. Je nach Ort der Schädigung unterscheidet man drei Formen. Der prähepatische oder auch Produktionsikterus wird verursacht durch ein zu hohes Angebot an Bilirubin. Die Störung des Stoffwechsels befindet sich vor der Leber. Liegt dagegen das Problem – wie zum Beispiel bei der Leberzirrhose oder Hepatitis – in der Leber, spricht man von einem intrahepatischen oder auch hepatozellulären Ikterus. Ist der Gallenfluss innerhalb der Leber gestört, liegt ein cholestatischer, posthepatischer Ikterus vor. Mögliche Ursachen hierfür sind Medikamente, Tumore oder Leberzirrhosen. Während diese Formen der Gelbsucht pathologisch sind, ist der des Neugeborenen aufgrund des erhöhten fetalen Hämoglobinabbaus physiologisch, da die Aktivität des Enzyms UDP-Glucuronyltransferase noch vermindert ist.

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